Open-Air-Kultur: Kabarett-Kult-Duo Dietrich Faber und Martin Guth brillierte „FaberhaftGuth“ an der Wasserburg in Nieder-Rosbach
Bürgermeister Steffen Maar betrat die Bühne und hieß alle Anwesenden herzlich willkommen.
Gleich zu Beginn des Programms betonte Faber: "Man muss die Sinne für etwas Neues öffnen“ und sinnierte über den Klang der Sprache und deren Wirkung mit verschiedenen Wortspielen wie "Urinstinkt - Urin stinkt oder poetischer – pötischer.“ Guth erzählte humorvoll von einigen Traumata seiner Kindheit, unter anderem von seinen Erfahrungen mit viel zu großen Zahnspangen, „die aussahen wie ein Gerüst und mit denen man auch Radio empfangen konnte“ oder von Bundesjugendspielen, bei denen er als leicht untersetzter Junge 800 Meter in knapp einer Stunde zurücklegte: "Auch die Zeit heilt nicht alle Wunden", bemerkte er.
Faber brillierte als Manni Kreutzer, einem "Philosophiker" aus dem Vogelsbergkreis, der über Stoizismus sprach und sich von Boris Becker inspirieren ließ.
Die beiden Kabarettisten lasen aus ihren Büchern und philosophierten über Themen wie
Luxuskaffeeautomaten und die Herkunft des Kaffees. Sie scherzten über die Idee, den Kot der Nachbarskatze im Thermomix zu verarbeiten und teuer zu verkaufen. Faber sang als Manni das Lied "Empathie" und betonte die Wichtigkeit von Wertschätzung und Mitgefühl: "Einfach mal freundlich sein - Rosbach macht mit“.
Während der Veranstaltung läuteten pünktlich um 20 Uhr die Kirchenglocken, was das Duo humorvoll als "Klöckner von Notre Rosbach" kommentierte und für einige Lacher im Publikum sorgte. Auch die Sommerferien und Urlaubspläne waren ein Thema, wobei Guth scherzte: "Zu zwölft auf 9m² in optisch getrennten Zimmern". Faber erzählte von seiner geplanten Alpenüberquerung mit Basislager in Bad Tölz und dass es an der Baumgrenze keine Pässe mehr gäbe und er diese Einfachheit liebe.
Das Duo unterhielt das Publikum mit Sprechgesang, Gitarrenmusik und Rückblicken in die Vergangenheit. Martin Guth erzählte von seinem Schwarm aus der Jugend und wie er mit der Bäckereifachverkäuferin Kontakt aufnehmen konnte. Ein Lied folgte. Auch Erfahrungen aus der Corona-Pandemie wurden von Dietrich Faber vorgetragen und dass es jetzt wieder "Kuscheln nach Corona" und "auf die Pelle rücken" gibt; denn früher saß ein Teil der Rosbacher "vor der Höhe" und ein Teil "hinter der Höhe", auch Masken "Topplappe mit Gummizug" wurden oft selbst gemacht.
Ein besonderes Highlight war Guths Erzählung über eine herausfordernde Bestellung bei Subway mit „all den Brotsorten, Toppings und 19 Zutaten und einem "Finish" mit der Bemerkung „keine Ahnung wie das schmecken würde“, er bestellte sich nun ein Sandwich "mit allem", ging dann völlig überfordert mit den Worten "Schatz, ich bin fertig für heute!" aus dem Laden. "Womit?" "Mit allem.“
Die Show endete mit humorvollen Anekdoten aus Tageszeitungen wie „heute wegen gestern geschlossen“ oder der Suche nach einem „Wein-Somalier“ sowie großem Applaus und einer Zugabe, bei der Faber und Guth noch einmal verschiedene Lieder imitierten.
Nach der Vorstellung hatten die Zuschauer die Möglichkeit, Bücher und CDs zu erwerben und sich Autogramme geben zu lassen. Beide Kabarettisten trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Rosbach ein und erhielten als Dankeschön von Bürgermeister Maar Präsente.